Der Elbrinxer Martinimarkt

P1010088Immer am letzten Wochenende im Oktober öffnet einer der ältesten und populärsten Herbstmärkte der Region seine Tore - der Elbrinxer Martinimarkt. Eine Mischung aus Kirmes und Kunsthandwerkermarkt mit einem stark dörflichen Charakter. Ein Markt, der von der Zusammenarbeit der örtlichen Vereine und der gemütlichen Atmosphäre der dörlichen Gassen lebt.

P1010087Zentrum ist die Marktscheune, in der etwa 15 Kunsthandwerkerstände Platz finden. Außerdem stehen den Kunsthandwerkern fünf vereinseigene Holzhütten zu Verfügung. Die Gassen und Plätze um die Marktscheune herum bieten genügend Platz für Verkaufswagen oder -stände. Schmied, Filzer, Korbflechter, Glasbläser oder auch Seiler zeigen ihr Handwerk. An den zahlreichen Ständen der Kunst- und Hobbyhandwerker werden Gebrauchs- und Deko-Artikel zum Verkauf angeboten. Auch Brot, Wurst, Käse oder Gemüse für zu Hause ist erhältlich. Die Elbrinxer Vereine beteiligen sich mit ihren Spiel-, Schätz- und sonstigen Wettbewerben am Traditionsmarkt, den es schon seit mehr als 80 Jahre gibt.

Else und Matta querFür die Kinder wird ein reichhaltiges Unterhaltungsprogramm geboten. Ob Karussell, Kindertheater oder Kinderschminken, auch die Jüngsten haben keine Langeweile. Zum Abschluss am Sonntag um 18.00 Uhr versammeln sich die Kinder mit ihren Laternen zum Martinsumzug durch die Straßen um den Martini-Markt.

Natürlich kommt auch das leibliche Wohl nicht zu kurz. An den Imbiss- und Getränkeständen findet sicher jeder etwas. Die fleißigen Bäckerinnen des Heimat- und Verkehrsvereins bieten ihre selbst gemachten Waffeln an und gemeinsam mit den Eltern des Kindergartens in Sabbenhausen zaubern sie ein reichhaltiges Kuchenbuffet. An beiden Tagen bietet der Frühschoppen ab 11 Uhr im Festzelt Gelegenheit über Politik, Vereinsleben und "alte Zeiten" in Elbrinxen zu diskutieren und sich mit einer Rinderwurst zu stärken.

Die Marktstände öffnen am Samstag um 14.00 Uhr und am Sonntag um 11.00 Uhr

Wir freuen uns auf ihren Besuch!

Sollten sie sich für einen Stand auf dem Martinimarkt interessieren, wenden sie sich bitte an Christel von der Heide (Tel.: 05283-1453) oder Doris Falke (Tel.: 05283-1317)

Historie des Marktes


P1010108Im Jahre l927 beschloss der Elbrinxer Gemeinderat einen Jahrmarkt ins Leben zu rufen. Dieser Jahrmarkt sollte nach der Ernte, kurz vor dem Martinstag stattfinden. Das Marktgelände befand sich mitten im Ort. Entlang der Dorfstraße boten Händler uod Schausteller ihre Waren an. Der erste Martin-Markt fand am 9. November 1927 statt. Es war, wie in der damaligen Zeit üblich ein Kram- und Viehmarkt. Die Standgelder für die anzubietenden Tiere betrugen: Pferde - 50 Pfennig, Kühe - 30 Pfennig, Rinder - 20 Pfennig, Schweine - 20 Pfennig. Es gab auch noch keine "Pommes-Buden", sondern man bot den Besuchern in den örtlichen Gastwirtschaften Rinderwurst, Bier und Korn an. Der Verkehrsverein verkaufte Lose, auf die es Vieh und Haushaltsgeräte zu gewinnen gab. Zum Abschluss des Markttages fand ein Konzert mit anschließendem Festball statt. Die Organisatoren mit ihrem Marktmeister Seeger konnten in ihrer ersten Marktabrechnung einen Gewinn von 3.20 Reichsmark verbuchen. Von nun an fand in jedem Jahr am ersten Mittwoch im November
dieser Jahrmarkt (Martini-Markt) satt. Anmeldungen von bis zu 60 Händlern und Schaustellern waren in den Anfangsjahren üblich. Die Dorfbewohner und auch Marktbesucher aus den umliegenden Ortschaften deckten einen großen Teil ihres Jahresbedarfs an Vieh, Kleidung und Haushaltswaren auf diesem Markt. Er erreichte in nur wenigen Jahren einen Bekanntheitsgrad, der über die Grenzen des Lippischen Südostens hinausging. Nach dem Krieg konnten im Jahr 1949 89 Verkaußstände und vier Karussells gemeldet werden. In den fünfziger Jahren änderte sich das Marktbild. Da das Verkehrsaufkommen wuchs, musste das Markttreiben von der Hauptstraße in die Nebenstraßen verlegt werden. Geändert wurde auch der Termin, es war nicht mehr der erste Mttwoch im November eines jeden Jahres sondern von nun an das letzte Wochenende im Oktober. War bis dahin der Viehmarkt wichtigster Bestandteil des Martini-Marktes so überwog nun das Angebot an Kleidung, Haushaltswaren und Kirmes. Nachdem Elbrinxen 1970 nicht mehr eigenständig war, sondern ein Ortsteil der Stadt Lügde wurde, übernahm der Heimat- und Verkehrsverein Elbrinxen e. V. die Ausrichtung des Martini-Marktes. Anfang der 80er Jahre begann unter der Leitung von Marktmeister Wrenger die Gänseverlosung, welche sich bis heute größter Beliebtheit erfreut. Seit 1997, dem 70-jährigen Iubiläum des Martini-Marktes änderte sich das Bild des Marktgeschehens wieder einmal. Das Markttreiben wurde auf die vereinseigene Hofanlage Gökemeier, der heutigen Marktscheune" ausgeweitet. Ein Relikt ist seit dem ersten Markt  geblieben: Die Geflügelverlosung. Lediglich die Gewinne haben sich der Zeit angepasst. Heute gibt es attraktive Kurzreisen oder auch Eintrittskarten für Veranstaltungen in der Marktscheune zu gewinnen. Und auch die zu verlosenden Gänse, Enten oder Hähnchen warten nicht mehr schnatternd in einem Gehege auf ihren neuen Besitzer, sondern werden bratfertig vom Gewinner nach Hause getragen.

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